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Wappen von Riga
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Kirchtürme von RigaDer Dom
Der Grundstein zum Bau des Domes - heute Kathedrale des ev.-luth. Erzbischofs Lettlands - ist im Jahre 1211 gelegt worden. Die Kirche vereinigt in sich die Formen der späten Romanik, der Frühgotik und des Barock und bildet zusammen mit dem Kloster ein Ensemble. Es ist der größte Sakralbau Lettlands, in dessen Räumen sich viele Kunstschätze und Zeugnisse der Geschichte Rigas befinden.

Die ev.-luth. Pfarrkirche zu St. Petri
Einer der ältesten mittelalterlichen Sakralbauten im Baltikum. Der Bau entstammt dem Anfang des 13. Jahrhunderts und hat seit seinem Bestehen mehrere Baupenoden erfahren. Der 1690 in Barockformen als Holzkonstruktion erbaute Kirchturm war seinerzeit der höchste seiner Art. Die Kirche ist mehrmals vollständig ausgebrannt. Der Kirchenbau wurde 1970 wiederaufgebaut und der Kirchturm 1973, doch dann als Stahlkonstruktion. Im 123,25 m hohen Turm führt ein Fahrstuhl zur 72 m hohen Panoramaplattform. Die Innenausstattung enthält alte Epitaphen, Begräbnisplatten und einen erneuerten Altar aus Eichenholz.

 
 

Schwarzhäupterhaus in RigaSchwarzhäupterhaus
Dieses gotische Bauwerk steht auf dem Rigaer Rathausplatz. Der Ursprung des Schwarzhäupterhauses ist das 1334 erbaute „Neue Haus" für die Angehörigen der Gilden. Der Name "Schwarzhäupterhaus" wurde erst 1687 eingeführt, aber erst im Jahre 1713 ging das Haus in den Besitz der Schwarzen Häupter. Seit dem 15. Jahrhundert benutzten die Schwarzhäupter, deren Schutzpatron der Hl. Mauritius war, das Haus. Es diente nicht nur den Kaufleuten, sondern auch der überwiegend deutschen Bürgerschaft Rigas als Ort der Zusammenkunft. Die Bruderschaft vereinigte junge, unverheiratete ausländische Kaufleute, die in Riga lebten, ohne das Bürgerrecht der Stadt zu besitzen. In der Zeit vom 18. bis 20. Jahrhundert war das Schwarzhäupterhaus einer der Brennpunkte des kulturellen Lebens. Hier wurden Konzerte veranstaltet und hohe Gäste empfangen. In diesem Hause befand sich eine der reichsten Sammlungen von Silbergegenständen.

 

Riga Kaufmannhäuser Die drei BrüderDie Drei Brüder
Es ist eines der seltenen Beispiele, wo drei auf schmalen Grundstücken gebaute Häuser nebeneinander stehen. Die Fassaden und Inneneinrichtungen zeugen von der Architekturentwicklung verschiedener Zeiten. Das Haus Nr. 17 ist das älteste und stammt aus der Wende des XV/XVI Jahrhunderts. Hier ist auch ein Mantelschornstein erhalten. In der Fassade sehen wir einen Stufengiebel und gotische Nischen. Das Haus Nr. 19 weist in der Fassade das Baujahr 1646 auf, doch das Haus Nr. 21 hat seinen Ursprung aus dem Ende des 17. Jahrhunderts. Die beiden letzteren Fassaden sind mit Giebeln und Portalen geschmückt. Die Dachböden wurden seinerzeit zum Speichern von Waren oder Materialien genutzt. Das Ensemble ist in den Jahren 1955 - 1957 unter Leitung des Architekten P. Saulitis restauriert worden. Im Zuge der Restauration sind die Innenhöfe vereinigt worden. In den Wänden dieses Hofes sind das Wappen des "ältesten Bruders" - des Bäckermeisters Schräder, das Wappen der Stadt Riga vom Hausgiebel der Blauen Garde aus dem Jahre 1554, wie auch mehrere Portale von zerstörten Rigaer Häusern, eingemauert.

 

Das Rigaer Schloss
Die zweite Rigaer Ordensburg wurde 1330 - 1350 als Residenz des Ordensmeisters erbaut. Im Jahre 1484 wurde sie von den Rigensern zerstört und bis 1515 wieder hergestellt. Über dem Eingang der Burg sind Reliefs von Porträts der Hl. Maria und des Ordensmeisters Wolter von Plettenberg eingemauert. Der Bleiturm ist am Anfang des 16. Jahrhunderts erbaut worden. In den folgenden Jahrhunderten wurden die Vorburgen mehrmals umgebaut. 1785 - 1787 ist ein dreistöckiger Vorbau zur Unterbringung zaristischer Behörden errichtet worden, womit die Burg ihre mittelalterliche Gestalt verlor. Im Jahre 1830 wurde der "Weiße Saal" eingebaut. 1938 hat der lettische Architekt E. Laube bei der Anpassung des Schlosses an die Repräsentationsbedürfnisse der Regierung den prächtigen Festsaal eingebaut und auch einen neuen Turm, den "Dreisterneturm", errichtet. Heute dient ein Teil des Schlosses dem Staatspräsidenten zur Arbeit und zu Empfängen, in anderen Teilen sind mehrere Museen untergebracht.

 

Riga Die St. JohanniskircheDie ev.-luth. St. Johanniskirche
Anfangs war diese Kirche eine Kapelle des 1234 gegründeten Dominikaner- Klosters. Um die Wende des XV/XVI Jahrhunderts wurde die Kirche erweitert. Eine schöne Fassade mit dem in Riga einzigen Stufengiebel und einem Eingangsportal im Stil der Spätgotik entstand. Im Jahre 1582 wurde die Kirche der lettischen ev.-lutherischen Gemeinde Rigas zugewiesen und 1587 -1589 ein neuer Chorteil im Stil des Renaissance-Manierismus angebaut; Der Bau ist wegen der Verschiedenheit der Architekturstile sowohl in der Fassade, als auch in der Innenausstattung mit dem in Lettland einzigen Netzgewölbe, sehenswert. Die Innenausstattung beinhaltet auch wertvolle Werke sakraler Malerei.

 

Riga Die St. JacobikircheDie katholische St. Jacobikirche
Diese Kirche hat während ihres Bestehens, besonders nach Einführung der Reformation, oft die Zugehörigkeit zum Glaubensbekenntnis gewechselt. Im Jahre 1923 wurde sie letztlich dem katholischen Erzbischof Lettlands als Kathedrale überlassen. Der frühgotische Sakralbau wurde erstmals 1226 erwähnt. Vom Beginn der Bauperiode stammt das Kreuzgewölbe des Kirchenraumes. In der im 15. Jahrhundert angebauten spätgotischen Kapelle des Hl. Kreuzes wurde 1675 das Lyzeum - eines der ersten Rigaer Gymnasien eingerichtet. Der heute stehende Kirchturm stammt aus dem Jahre 1756 In dessen Sockel befindet sich eine Uhr, und oben unter einem kleinen Dachvorbau hängt eine Sturmglocke.

 
Die Kleine Gilde
Um die Mitte des 13. Jahrhunderts scharten sich die Handwerker in verschiedenen religiösen Brüderschaften, doch dann bildeten sie ihre Zünfte entsprechend den Handwerksberufen der damaligen Zeit. Diese Zünfte vereinigten sich zur Wahrung ihrer Interessen in der Handwerker-gilde, die anfangs ihren Sitz in der dem Evangelisten Johannes geweihten Kapelle des aufgelösten Franziskanerklosters fand. Da dieses Haus in seinen Ausmaßen kleiner war als das Gildenhaus der Kaufleute, wurde es als Kleine Gilde benannt. Zum Schutzpatron der Gilde wurde der Hl. Johannes erkoren. Das heute stehende Haus ist an derselben Stelle in den Jahren 1864 - 1866 nach einem Entwurf des Architekten J. D. Felsko im Stil der englischen Neogotik erbaut worden, um sich an das nebenan stehende neue Haus der Großen Gilde anzupassen. 1888 erhielt das Haus und seine Innenausstattung eine reichhaltige Verschönerung und in fast allen Fenstern wurden Glasmalereien eingesetzt.
 
Die Grosse Gilde
Auch die Kaufleute vereinigten sich im 13. Jahrhundert zum einem Verband, der Kaufmannsgilde, und wählten zu ihrem Sitz das ehemalige Refektorium des aufgelösten Franziskanerklosters. Zu ihrer Schutzpatronin erkoren sie die Hl. Maria. Der alte aus dem 13. Jahrhundert stammende zweischiffige Saal mit gotischem Gewölbe und gotischen Pfeilern wurde beim Umbau des Gildenhauses 1852 - 1860 nach dem Entwurf des Architekten Karl Beyne in den Neubau mit einbezogen und ist nun ein Baudenkmal weltlicher Architektur. Im Jahre 1935 wurde auch diese Gilde aufgelöst und in deren Räumen die Handelskammer eingerichtet. 1937 wurden in den Fenstern Glasmalereien des lettischen Künstlers A. Grulis eingesetzt. Seit 1957 wird das Gildenhaus als Konzertsaal der Philharmonie genutzt. Nach dem Brand von 1963 wurde das Haus rekonstruiert.
 
Der Pulver Turm
Dieser Turm stand an einer scharfen Ecke der Rigaer Ringmauer und trug anfangs den Namen Sandturm. Erstmals wurde er 1330 erwähnt, doch hat er sicher schon früher dort gestanden. Seinen neuen Namen erhielt er zu der Zeit, als Schießpulver in seinen Kellern gespeichert wurde. Nach Vervollständigung der Befestigungsanlagen mit Wällen und Basteien verlor der Turm seine ursprüngliche Bedeutung und stand einsam da, bis 1892 die studentische Burschenschaft "Rubonia" ihn zum Ausbau eines Studentenquartiers erwarb, doch schon im Jahre 1919 richtete die Regierung hier ein Museum für Kriegsgeschichte ein. Im Jahre 1938 wurden am Turm zwei Flügel angebaut.
 
Das Freiheitsdenkmal
Dieses Denkmal ist ein Symbol der Freiheit und Unabhängigkeit Lettlands. Es ist allein von Mitteln, die das Volk gespendet hat, nach den Entwürfen des Bildhauers K. Zäle und des Architekten E. Stälbergs in den Jahren von 1931 bis 1935 erbaut worden.
 
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